Tour 2: Insel Usedom

Die besten Dialoge

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Am Steg

Prahl: Na, da staune ich aber. Ich hätte schwören können, dass sie heute nicht mehr wieder kommen.
Liefers: Mit einem Messer im Rücken gehe ich noch lange nicht nach Hause.
Prahl: Aha, er spricht wieder mit mir.
Liefers: Ich habe noch ein paar Kleinigkeiten eingekauft.
Prahl: Na, ist ja nicht zu übersehen. Na nun erzählen sie schon endlich. Wie war Ihr Heuschober?
Liefers: Herrlich, ganz wunderbar. Danke der Nachfrage. Ich habe prächtig geschlafen. Ganz wie das Jesuskind in seiner Krippe - auf Stroh. Aber wie sagte schon van Gogh? Wer die Natur wirklich liebt, findet es überall schön. Und, wie war Ihre Bude?
Prahl: Groß. So groß, dass ich die Hälfte der Räumlichkeiten noch nicht einmal betreten habe.
Liefers: Das sind so die Schattenseiten des Lebens.

Am Strand von Zinnowitz

Liefers: Es wird wirklich Zeit, dass Sie im 21. Jahrhundert ankommen, Prahl. Ich benutze ein GPS.
Prahl: Sie machen sich zum Sklaven der Technik, Liefers. Das werden Sie noch bereuen, das schwöre ich Ihnen.
Liefers: 500 Meter geradeaus.
Prahl: Wo wollen Sie denn hin? Zur Seebrücke oder was?
Liefers: Halt. Na? Was sagen Sie dazu?
Prahl: Ich hoffe nur Sie können das Gerät da noch umtauschen.
Liefers: Offensichtlich fehlt Ihnen jedes Geschichtsbewusstsein und Vorstellungsvermögen. Vineta - die sagenhafte Stadt an der Ostsee. Verschlungen von einer Sturmflut. Und der Grund dafür Prahl?
Prahl: Na, ich denk, die Sturmflut.
Liefers: Wieder falsch, Prahl. Gier, Hochmut, Verschwendung, Verfall der moralischen Sitten.
Prahl: Kann ja nicht sein. Dann hätte das Meer Sie doch schon längst verschlungen.

Bernstein am Streckelsberg

Liefers: Schauen Sie mal Prahl, was ich gefunden habe.
Prahl: Um Himmels Willen, schmeißen Sie das weg!
Liefers: Warum das denn?
Prahl: Schmeißen Sie den weg!
Liefers: Bei Ihnen piept es wohl!
Prahl: Kennen Sie nicht die Geschichte von der Bernsteinhexe? Es war zur Zeit des 30jährigen Krieges. Eine Pfarrerstochter namens Maria Schweidler versuchte Not und Elend der Bevölkerung hier in der Region zu lindern, indem sie Bernsteine verkaufte, die sie hier auf dem Streckelsberg zu Hauf gefunden hatte. Verhängnisvollerweise verliebte sich der Amtshauptmann von Koserow seinerzeit in die junge Dame. Aber sie wollte seine Liebe nicht erwidern. Daraufhin bezichtigte er sie der Hexerei und ließ sie am 30. August 1630 auf den Scheiterhaufen zerren.
Liefers: Ich möchte lieber gehen. Schreckliche Geschichte.
Prahl: Das hätte ich jetzt nicht gedacht, dass sie sich als Verfechter der Naturwissenschaft von einer solchen Räuberpistole derart beeindrucken lassen.
Liefers: Wieso? Es gibt Dinge zwischen Himmel und Erde, die die Wissenschaft nicht erklären kann.
Prahl: Übrigens, Maria Schweidler wurde gar nicht verbrannt.
Liefers: Nicht?
Prahl: Nein. Graf Rüdiger von Nienkerken rettete sie in letzter Sekunde und nahm sie zu seiner Frau.
Liefers: Dann will ich jetzt sofort meinen Bernstein zurück.
Prahl: Ihr Bernstein? Den hab ich gefunden!